Studium an der Hochschule Niederrhein

Die Hochschule Niederrhein in Krefeld, in der Nähe von Düsseldorf und Mönchengladbach gelegen, bildet seit mehr als 80 Jahren Lackingenieure aus. Damit zählt Krefeld zu den Top-Adressen in Deutschland, wo der Nachwuchs für die Lack- und Lackrohstoffindustrie ausgebildet wird.

Seit der Umstellung auf internationale Abschlüsse werden an der Hochschule Niederrhein sowohl ein Bachelor- als auch ein Masterstudiengang angeboten mit Spezialisierungen auf dem Gebiet der Beschichtungstechnologie:

Bachelor of Engineering (B.Eng.) "Chemieingenieurwesen - Lackingenieur"
Master of Engineering (B.Eng.) "Chemieingenieurwesen - Lackingenieur"

Chemieingenieurwesen - Lackingenieur (B.Eng.)

Der Bachelorstudiengang Chemieingenieurwesen der Hochschule Niederrhein bietet Abiturienten und Fachoberschülern die Möglichkeit, in einem kompakten, 6-semestrigen Studiengang den Abschluss als "Bachelor of Engineering (B.Eng.)".

Die beiden Studierenden Suna Cicek und Paul Jonas Hermes stellen Inhalte und Anwendungsbereiche der Spezialisierung Lackingenieurwesen an der Hochschule Niederrhein vor.

Die Berufsqualifizierung des Bachelors wird in vier Phasen erreicht: In der ersten Studienphase werden die Grundlagenfächer der Chemie und die entsprechenden mathematisch naturwissenschaftlichen Grundlagen gelehrt.

In der zweiten Phase wird das berufsqualifizierende Basiswissen durch die Fächer Chemische Verfahrenstechnik, Industrielle und Angewandte Chemie, Technisches Englisch und Management- und Kommunikationstechniken vermittelt. Diese Fächer bieten das nötige Know-How um im späteren Berufsalltag bestehen zu können.

Die dritte Studienphase besteht aus einem Wahlpflichtbereich, in dem die Studierenden ihr Wissen wahlweise in den Forschungsbereichen Chemische Technik, Textilchemie oder Lacktechnik vertiefen können. Durch die Wahl bestimmter Fächer aus den Forschungsschwerpunkten können die Studierenden Schwerpunkte setzten.

Im Rahmen der vierten Studienphase wird die notwendige Methodik zur Lösung chemischer und vehrfahrenstechnischer Fragestellungen zunächst in einer Projektphase des 6. Semesters erprobt und bei der Anfertigung der Bachelor-Thesis angewandt.

Bachelor-Vorlesungen

  • Mathematik
  • Physik
  • Allgemeine und analytische Chemie
  • Anorganische Chemie
  • Organische Chemie
  • Physikalische Chemie
  • Datenverarbeitung
  • Chemische Verfahrenstechnik
  • Industrielle Chemie
  • Angewandte Chemie
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Management und Recht
  • Technisches Englisch

Wahlpflichtmodule Lackingenieur

  • Lackchemie: Bindemittel, Lackrohstoffe
  • Lacktechnologie: Applikationsverfahren, Lackpraktikum
  • Projektarbeit

Eine sehr gute Grundlage für ein Studium des Lackingenieurwesens ist unbestritten die Lacklaboranten-Ausbildung. Studierende, die noch keine spezifische Berufspraxis haben, werden im Rahmen von Projekt- und Bachelorarbeit an die Berufspraxis des Lackingenieurs herangeführt.

Das solltest Du mitbringen

Du musst folgende Zulassungsvoraussetzungen erfüllen

  • Fachhochschulreife (schulischer und praktischer Teil)
  • allgemeine Hochschulreife (Abitur)
  • im Ausland erworbene Hochschulzugangsberechtigung
  • sonstige als gleichwertig anerkannte Vorbildung

Das Bachelor-Studium kann nur zum Wintersemester aufgenommen werden.
Weitere Informationen zur Bewerbung gibt es hier.

 

Chemieingenieurwesen - Lackingenieur (M.Eng.)

Der 4-semestrige Masterstudiengang baut auf einem Bachelor-Studiengang im Fach Chemieingenieurwesen (idealerweise an der Hochschule Niederrhein) auf und beinhaltet neben fortgeschrittenen Fächern des Chemieingenieurwesens überwiegend eine Spezialisierung auf die Lacktechnologie.

Die Masterstudierenden der Vertiefung Lackingenieurwesen werden für die Entwicklung und Anwendungstechnik von Lacken, Farben und den entsprechenden Rohstoffen wie Polymeren, Pigmenten, Additiven etc. , ausgebildet. Die Kenntnisse dieser Lackrohstoffe, von Rezeptierungen, Applikationsverfahren und Beschichtungsprozessen schafft in Verbindung mit Kunstharzchemie, Bauten- und Korrosionsschutz, Mess- und Prüftechnik sowie der  Analytik der Lacke und Lackrohstoffe die Basis für seine Tätigkeit, und zwar mit seit Jahrzehnten hervorragenden Berufschancen.

Lehrinhalte, Masterarbeiten und Entwicklungsprojekte werden in enger Abstimmung mit den führenden Partnern der Lackchemie-Industrie und den wissenschaftlichen Institutionen angeboten. Zahlreiche gemeinsame Exkursionen und Teilnahme an Vortragstagungen runden das Angebot ab.

Der Studiengang schließt mit dem akademischen Grad „Master of Engineering (M.Eng.)“ ab. Die Kurzbezeichnung „Lackingenieur“ wird aber wohl weiterhin Bestand haben.

Studienplan Master

  • Physikalische Chemie II: Kolloid- und Grenzflächenchemie, angewandte physikalische Chemie und Prozessanalytik
  • Chemische Prozesskunde und Optimierung
  • Lacktechnologie II: Herstellungsverfahren, Lackprozesskunde, Applikationsverahren
  • Beschichtungstechnologie: Lachprüf- und Messtechnik, Untergründe und Vorbehandlung, Korrosions- und Bautenschutz
  • Lackchemie II: Lackrohstoffe, Formulierung
  • Lackchemie III
  • Management- und Kommunikationstechniken: Marketing, Rechnungswesen, Controlling
  • Projektmodul
  • Laborpraktikum
  • Masterarbeit

Der Masterstudiengang Chemieingenieurwesen erstreckt sich im Vollzeitstudium über vier Semester, kann aber auch in Teilzeit absolviert werden. DerTeilzeitstudiengang erstreckt sich über 5 Semester.

Das Teilzeitstudium erfolgt in der Regel an 2 bis 3 Wochentagen in der Hochschule. Im Teilzeitstudium wird die Teilnahme an den Veranstaltungen über 5 Semester verteilt und mit den zuständigen Professoren/Innen besprochen.

Das solltest Du mitbringen

Die Zulassungsvoraussetzungen für den Master

Du kannst zum Master-Studium zugelassen werden, wenn Du ein Bachelor- oder Diplomabschluss im Bereich Chemie mit einer Mindest-Abschlussnote von "gut" (2,5) hast.

Das Studium kann zum Winter- und zum Sommersemester begonnen werden. Weitere Informationen zur Bewerbung gibt es hier.

Kooperative Chemie-Ingenieurausbildung (Dual)

Neben dem regulären Bachelor-Studiengang bietet die Hochschule Niederrhein auch die Möglichkeit an, im Rahmen der „Kooperativen Ingenieurausbildung“ im Fachbereich Chemie in einem 8-semestrigen Bachelor-Studiengang den Bachelor-Abschluss mit einem gewerblichen Abschluss zum Chemie- oder Lacklaboranten oder zum Chemikanten zu kombinieren.

Im Kooperativen Bachelorstudiengang „Chemieingenieurwesen“ werden Ingenieure in einer Studienzeit von 4 Jahren für Berufsfelder ausgebildet, die eine ausgeprägte chemische und technologische Ausrichtung erfordern. Auf der Basis einer fundierten mathematischen und chemischen Grundausbildung erhalten die Studierenden eine hochwertige Ingenieurausbildung mit den Vertiefungsrichtungen Technische Chemie und Lacktechnik.

Die Absolventen finden ihren Einsatz sowohl in den Betrieben und Laboratorien der chemischen Großindustrie als auch der mittelständischen chemischen und artverwandten Industrie (z. B. Lackindustrie). Entsprechend ihrer Ausbildung sind die Absolventen in der Lage, mit einer sehr breiten Palette an innovativen Produkten und leistungsfähigen Produktionsanlagen in den jeweiligen Einsatzgebieten umzugehen.

Hier erfährst du mehr zu dualen Studiengängen.

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