Haifischhaut inspiriert Lackingenieur

Die Natur als Vorbild für die Entwicklung eines besonders strömungsgünstigen Schiffslacks. Andreas Brinkmann hat es in seiner Diplomarbeit an der Hochschule Niederrhein geschafft, einen Schiffslack zu entwickeln, dessen Oberfläche der Mikrostruktur der Haifischhaut ähnelt. Die Folge: Es gab für diese Leistung nicht nur das Diplom und einen Geldpreis, sondern auch noch einen interessanten Arbeitsplatz in einem Forschungsinstitut.

Haie bewegen sich schnell und geschmeidig scheinbar mühelos durchs Wasser. Die Mikrostruktur ihrer Haut ermöglicht es den gefürchteten Jägern, ohne große Reibungsverluste durch ihren Lebensraum zu gleiten. Dies funktioniert aber nicht, weil ihre Haut besonders glatt ist. Im Gegenteil, speziell geformte Schuppen auf der Oberfläche wirken sich besonders strömungsgünstig aus. An dieser Oberflächenstruktur orientierte sich der Chemiestudent Andreas Brinkmann aus Essen, als es galt, einen besonders strömungsgünstigen Schiffslack zu entwickeln.

Der Lackingenieur Brinkmann hat an der Hochschule Niederrhein in Krefeld studiert und während seines Praxissemesters im Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung in Bremen seine Diplomarbeit umgesetzt. Er löste er die Aufgabe so hervorragend, dass ihm zum Abschluss seines Studiums zudem ein Preis von einem Lackhersteller verliehen wurde. Schließlich kann so ein Schiffslack dabei helfen, Treibstoffkosten für Schiffe zu senken und, sondern auch die Umwelt schonen. Grund genug, Brinkmanns Idee entsprechendzu würdigen. Die Weichen für seine berufliche Zukunft hat Brinkmann mit diesem Erfolg ebenfalls gestellt: Das Fraunhofer-Institut behielt den Preisträger gleich da - als Entwicklungsingenieur.

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