Damit es nicht brenzlig wird

Diese Lacke fungieren wie ein Hitzeschild für die Materialien, auf die sie aufgebracht werden. Die Technologie wurde in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts durch die amerikanischen Apollo-Missionen wesentlich vorangetrieben.

Ziel war es, die Astronauten und die Raumkapsel beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre vor den dabei entstehenden enormen Temperaturen zu schützen.

Heute werden hitzeresistente Lacke als passive Feuerschutzsysteme fast überall eingesetzt, um vor allem Stahlkonstruktionen in Hochhäusern und Produktionsanlagen bei Feuer vor dem Zusammenbruch zu schützen. Diese Lacke können Temperaturen von bis zu 1100 °C zwei Stunden lang standhalten. Unlackierte Stahlkonstruktionen würden bei diesen Temperaturen innerhalb einiger Minuten zusammenbrechen.

Auch in der Öl- und petrochemischen Industrie werden hitzeresistente Lacke verwendet. Sie verhindern auf Bohrinseln und Produktionsstätten, dass unkontrollierte Feuer zu verheerenden Explosionen führen können.

Damit hitzeresistente Lacke diese wichtigen Schutzfunktionen erfüllen können, werden sie je nach Untergrundmaterial in einer Dicke zwischen 4 und 20 mm aufgetragen. Zum Vergleich: Bei der Lackierung von Fahrzeugen reicht eine Dicke von weniger als einem Millimeter.

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